Hunde
wir suchen ein Zuhause
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Clyde – ein langes Tierheimleben In den vielen Jahren, die Clyde ein Pitbullterrier im Tierheim verbrachte, begleiteten ihn, natürlich neben dem Tierheimpersonal, so einige Gassigeher. Clyde kam schon mit schätzungsweise 2 Jahren (1999) und blieb Zeit seines Lebens. So fehlt er uns allen um so mehr. Ich lernte ihn, als mit anderen Rüden ziemlich unverträglichen Hund, kennen. Den Hundedamen gegenüber zeigte er sich jedoch als Charmeur. Mit Sheena (sein weibliches Ebenbild im Tierheim) war er dick befreundet. Clyde war auch nicht der schmusigste und kuscheligste Hund, aber irgendwie hatte der stattliche Rüde mit seinem karamellfarbenen/ weißen Fell, seinen schönen braunen Augen und seiner besonderen Art etwas, was einen dennoch in seinen Bann zog. Er war den Menschen gegenüber immer lieb und geduldig. Bei Bedarf spendete er sogar Blut – wie unsere Tierheimleiterin Frau Haase einmal berichtete – er ließ die Prozedur mit Ruhe über sich ergehen. Bedingt durch die neue Hundeverordnung musste auch Clyde einen Maulkorb tragen, was ihm natürlich gar nicht gefiel. Eine seiner Angewohnheiten war dann auch, ständig und mit aller Kraft zu versuchten dieses ihm lästige Ding, abzubekommen. Wenn wir auch nur Richtung Wasser gingen, zog er wie verrückt an der Leine, so dass man wirklich enorme Kraft aufwenden musste, um ihm hier entgegen zu wirken. Es war nämlich ein regelrechter Tick von ihm, vielleicht um sich auszupowern, möglichst seine gesamte „Gassigehstunde“ im Regenrückhaltebecken nahe dem Tierheim, Bahnen schwimmend zu verbringen. Da konnte dann auch vorbei gehen, welcher Hund wollte...
Zu Beginn meiner Gassigeherzeit führte ich Clyde nur gelegentlich spazieren. Schließlich durfte nicht gleich jeder Anfänger mit jedem Hund gehen. Da hatte er auch noch als „festere“ Gassigeherin Silvia, die ihn oft mit in ihren Schrebergarten mit nahm. Irgendwann zog sie dann berufs-bedingt weg. Maren kannte ihn von Anfang an und sprang dann erneut ein. Sie kümmerte sich liebevoll um ihn. Clyde hatte es nicht immer leicht, er litt im Alter sehr unter Arthrose, knabberte seine Vorderpfoten manchmal an und hatte ab und zu eine aufgescheuerte Schwanzspitze.
Irgendwann dachte ich, vielleicht kann ich ihm durch Ausflüge
ein wenig Abwechslung in seinen Tierheimalltag bringen... Ein paar neue Düfte und Eindrücke würden ihm vielleicht helfen. Da er das Wasser so sehr liebte, führten uns unsere Samstagsausflüge eigentlich immer Richtung Wasser. Da er mit anderen Rüden sehr unverträglich war, suchten wir uns relativ hundefreie oder übersichtliche Gebiete aus. Ob es nun Wrohe oder Surendorf, Noer oder die Eiderwiesen waren. Seine liebste Artgenossin Sheena mit ihrer Gassigeherin Barbara begleiteten uns fast immer. So hatten wir gemeinsam Spaß. In Surendorf konnte Clydi seine Schwimmleidenschaft so richtig ausleben, er schwamm während unseres Spazierganges parallel zum Strand mit. Ich verlängerte die Laufleine mit einer Schleppleine, so dass er auch im tiefen Wasser gut schwimmen konnte. Auch ging ich mal mit ihm schwimmen. Wenn er nicht gerade schwamm, buddelte er im Strandsand.
Im Jahre 2009 erlitt Clyde dann einen Schlaganfall, ab da war alles anders. Er erholte sich ?? zwar erstaunlich gut. Aber ab da ging er nie wieder schwimmen und auch seine Aggression gegenüber anderen Rüden ließ fast komplett nach. So stellten wir uns alle auf ruhigere Ausflüge ein. Mein inzwischen geborener Sohn , unser Hund Teddy (auch ein ehemaliger Tierheimhund) sowie mein Mann begleiteten uns nun. Wir fütterten im Mielkendorfer Gehege die Tiere und machten Picknick. Clyde genoss dieses sehr, er zeigte sich immer, auch meinem Sohn gegenüber, von einer sehr lieben Seite. Ich dachte so manches Mal „Ach Clyde, Du hättest dich in einer Familie und einem zu Hause auch wohl gefühlt...“, aber das war Dir aufgrund deiner Rassezugehörigkeit leider nicht vergönnt . Nie hatte sich jemand für dich interessiert. Überhaupt spürte man oft die Blicke der Leute, die sich über unser „Maulkorbhunde“ wunderten... Clyde und unser Teddy sowie Sheena verstanden sich zu dieser Zeit ohne Probleme, dennoch waren wir immer achtsam. Man merkte Clyde immer mehr an, er musste nicht mehr großartig spazieren gehen. Durch Teddy fühlte er sich doch immer ein wenig motiviert noch zu gehen und zu markieren. Im Sommer 2010 war es teilweise so warm, das ich Clyde dann einfach nur mit zu uns nach Hause nahm, so konnte er wenigstens einfach nur dabei sein und im Garten umhertippeln. Das er dann letzten Endes so schnell von uns ging, hätte ich nie gedacht. Er folgte seiner Sheena, aufgrund einer Lungenembolie, genau zwei Wochen später über die Regenbogenbrücke. Während seiner Erlösung durch den Tierarzt war er nicht allein, Axel sein langjähriger Tierpfleger sowie Gassigeherin Tania begleiteten ihn und hielten seine treue Hundepfote. Mit Clyde verließ uns Ende 2010 einer der letzten alten Hunde, die schon so lange im Tierheim waren. von 1999 bis 2010 im Tierheim, Clyde wurde ca. 14 Jahre alt
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