| Lisbeth | | Drucken | |
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Dies ist die Geschichte von Lisbeth, einem kleinen Kätzchen, das sich vor über einem Jahr für zwei Monate in mein Herz geschlichen hat und dort seitdem ihren festen Platz einnimmt, bis wir uns irgendwann auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke wiedersehen werden. Lisbeths Geschichte soll all denen Mut machen, die sich vielleicht auch mit dem Gedanken tragen, einem der Kätzchen ein Zuhause zu schenken, das ganz offensichtlich nicht auf der Sonnenseite des Lebens steht – egal, wie lang die gemeinsame Zeit auch andauern mag… Nachdem ich mich im September 2007 innerhalb von nur acht Tagen von zwei meiner drei Kätzchen aufgrund von Tumorerkrankungen im hohen Alter hatte verabschieden müssen, war es am 6. Dezember 2007 an der Zeit, für meine damals 13jährige Mopskatze eine neue Spielgefährtin zu finden. So begegnete ich Lisbeth in der Katzenquarantäne: Eine schwarze Katzendame von mind. 15 Jahren, dürre verbogene Beinchen, die bereits auf eine schmerzvolle Arthritis hindeuteten, ein verbogenes Schwänzchen, ein dicker Bauch, struppiges Fell, aber ein solch durchdringender Blick, der mich sofort dahinschmelzen ließ. Wir waren sofort eins und nachdem ich sie nach etlichen Besuchen im Uhlenkrog und umfangreichen Gesundheitschecks zu uns heim holte, war es, als ob sie schon immer zu uns gehörte. Nach dem schmerzvollen Verlust brachte sie uns den Sonnenschein und das Lachen zurück, Lisbeth blühte förmlich auf und zeigte mir Fassetten, die mich als alter „Katzenprofi“ immer wieder zum Staunen brachte. Doch bereits nach vier wundervollen Wochen war bereits abzusehen, dass Lisbeths Tage gezählt sein würden. Die Knochen knackten bei jedem Schritt, von Tag zu Tag nässte sie mehr und mehr ein und ihr Bäuchlein wurde irgendwann so dick, dass letztlich ihr Bachfell punktiert werden musste, um ihr Erleichterung zu verschaffen. Aber trotz aller Strapazen genossen wir jeden einzelnen Tag miteinander, wohl wissend, dass jeder der letzte sein könnte und nie werde ich die Dankbarkeit in ihren Augen vergessen, wenn wir oft stundenlang auf dem Fußboden lagen und sie sich schnurrend an mich schmiegte. Nach genau zwei Monaten war unsere gemeinsame Zeit vorüber, ihre Lebensgeister hatten sich entschieden, sich auf den letzten Weg zu begeben. Sie starb in meinen Armen, ganz ruhig, ganz sanft und durchflutet mit ganz viel Liebe und Wärme. Während ich diese Sätze schreibe, laufen mir Tränen übers Gesicht, es sind Tränen der Dankbarkeit – Dankbarkeit und auch Stolz darüber, dass Lisbeth ausgerechnet mich ausgesucht hatte, um sich mit ihr gemeinsam auf den Weg zur Regenbogenbrücke zu begeben. Lissi, ich danke Dir für Dein Vertrauen!… Im Tierheim von Oktober bis Dezember 2007, Lisbeth wurde ca. 15 Jahre alt. |


