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Klopfer und Hermine | Klopfer und Hermine |
Hallo liebes Tierheim-Team, vor genau 4 Wochen kam der kleine F1438, jetzt Klopfer, zu mir und meiner Schlappohrhasendame Hermine. Für Hermine ist kurzfristig ihre kleine Welt zusammengebrochen. Ihr Platz am Küchenfenster wurde aufgegeben und sie mußte in ein Zimmer umziehen, wo sie nun nicht mehr ausschauen konnte und zu allem Überfluss war da nun noch jemand der Aufmerksamkeit wollte.
1,5 Wochen waren sie dann Käfignachbarn, man konnte sich beobachten, ein bisschen beschnüffeln, was allerdings nicht so die Begeisterung bei den beiden fand, da das futtern viel viel wichtiger war. Beide durften getrennt von einandere frei umherlaufen, bis beide ihr eigenes Zimmer wie aus der Westentasche kannten. Danach wurde täglich der Käfig gewechselt. Da es in beiden Käfigen Futter gab, war das ganze garkein Problem. Und dann der große Tag. Beide Käfige gingen gleichzeitig auf und dann... haben die beiden das zuerst nicht einmal mitbekommen. Nach kurzer Zeit jagten sie sich durchs Zimmer. Überall lag Fell, mein Herz blieb das ein oder andere Mal fast stehen, aber gegen Ende ihrer ersten Bekanntschaft saßen sie wenigstens friedlich in verschiedenen Ecken und beobachteten sich nur noch. Abendessen in getrennten Käfigen, Wundenlecken und Entspannen, beide beendeten den Tag wie immer: Heu fressend. Am zweiten Tag hatte meine Mutter den Auftrag beide rauszulassen, da ich sehr lange arbeiten mußte und Abends auch nicht zuhause sein würde. Als ich dann Nachmittags heim kam, sah das Zimmer aus wie ein Schlachtfeld, mein Vater hat kaum Mittagsschlaf gehalten und wäre am liebsten dazwischengegangen, aber: Rangkämpfe müssen halt sein. Ich bin nur froh das ich das Szenario nicht miterlebt habe, sondern die beiden ausgestreckt liegend auf zwei Sofas vorgefunden habe. Auch dieser Abend verging in getrennten Käfigen und mit schmatzenden Hasen. Am dritten Tag mit gemeinsamen Auslauf hatte ich erst bedenken, allerdings liefen die beiden gemeinsam, halb spielend durchs Zimmer, ab und an verjagten sich sich gegenseitig, aber im Großen und Ganzen sah es ganz anders aus. Es flog kein Fell, keine wilden Hetzjagten. So ging das 2 weitere Tage, ein Käfig blieb immer offen, so das beide trinken konnten (Klopfer hat in 20 Minuten gelernt wie eine Trinkflasche funktioniert :) ), allerdings fanden beide es unheimlich wenn man ausversehen gemeinsam im Käfig war. Also nahm ich die große Leidenschaft beider: Das Fressen, zur Hilfe. Liebe geht halt durch den Magen (Bild 1). Nach dem ersten gemeinsamen Mahl wurden sich die Ohren abgeleckt und man suchte immer mehr die Nähe zueinander. Dann wurde noch einmal in getrennten Käfigen übernachtet, zum letzten Mal, denn nach heute werde ich sie nicht mehr trennen. Mit Salat bewaffnet hatte ich den Plan das beide im Käfig fressen sollten. Klopfer sprang dem Salat hinterher, also war Hase Nr. 1 im Käfig. Hase Nr.2 wurde kurzer Hand dazugesetzt, Türen zu, man hörte nur noch genüssliches kauen. Ich nutze die Zeit und habe das Zimmer gesaugt, beide lagen entspannt nebeneinander und beobachteten mich. Zimmer sauber, Käfig auf, beide Hasen raus, ich drehe mich um und gehe. Dann schaue ich zufällig ins Zimmer und sehe beide liegend kuscheln (Bild 2). Somit wäre es geschafft: Hermine ist nach einem Jahr alleinsein nun nicht mehr allein. Klopfer hat ein neues Zuhause und eine Freundin fürs Leben gefunden. Vielen Dank für den Leikäfig! Ich werde ihn nachher sauber machen und heute oder morgen wieder zurückbringen.
Es grüßen Corinna Steinert, Hermine und Klopfer |


